Maglie ist ein wichtiger Knotenpunkt im Mittel- bis südlichen Salento. Verkehrsgünstig gelegen ist die Stadt sowohl wirtschaftlich als auch kulturell sehr vielfältig und verbindet die touristischen Zentren von Otranto, Santa Cesarea Terme und Castro (im Osten), Tricase und Santa Maria di Leuca (im Sueden), Casarano und Gallipoli (im Westen).
Die ersten Zeitzeugen von Niederlassungen in der Region führen bis ins Bronzezeitalter zurück. Die ersten Bewohner waren vermutlich Nachkommen der neolitischen Völker, welche schon die Fähigkeit besaßen Dörfer zu bauen und Ochsen und Pferde zu züchten. Diese Völker errichteten Monumente (Dolmen, Menhire und Specchie; Türme und Obeliske) und wussten die Agrikultur zu nutzen. Die wichtigste Entdeckung menschlicher Ansiedlungen wurde im Jahre 1980 gemacht; ca.12'000 Werkzeuge und 800 Knochen aus menschlichen Überresten, einschließlich Knochen einer menschlichen Hand die ins Zeitalter des Neanderthal zurückführt.
Zwischen 1200'und 1800' entwickelte sich das Dorf Maglie um das Schloss herum, das der Sitz der ersten Feudalherren war und vermutlich während der Herrschaft der Fürsten von Anjou erbaut wurde und von Andriolo Lubello renoviert und verstärkt wurde. Andriolo Lubello war der Baron von Maglie unter der Führung der Reiches von Alfonso dem I. von Aragon. Die Konstruktion blieb für Jahrhunderte unverändert bis Don Ascanio Filomarino (neuer Feudalherr des Ortes) sich dazu entschied sie zu restrukturieren und zu modernisieren. Er erbaute eine elegante und harmonierende Fassade und ersetzte somit die gewaltige und militärische Bauweise des Schlosses.
Weiterhin wurde das Tor durch eines im barocken Stil ersetzt.

Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Duomo e Campanile: Der Dom mit dem Glockenturm
Der Dom ist die erste Kirche der Stadt und wird immer noch nach der griechischen Art Chiesa Grande ("Groβe Kirche") genannt. Sie wurde auf den Überresten von zwei vorherigen Konstruktionen aus dem XIV. und dem XVI. Jahrhundert erbaut. Im Inneren, in der Form eines lateinischen Kreuzes befinden sich drei Schiffe, die auf soliden Säulen gebaut sind. Von künstlerischer Wichtigkeit sind die beiden Altare, welche aus "Pietra Leccese", gehauen und von Emanuele Orfano handgemalt sind.
Im rechten Flügel befindet sich die Opferkapelle, welche komplett mit Marmor des Marmoristen Domenico D'Aloia ausgekleidet ist.
An den Seitenwänden befinden sich zwei ovale Gemälde von Oronzo Tiso: die Madonna mit Kind und San Gaetano von Thiene in einem und San Francesco von Padua im anderen.
Unter anderem befinden sich im Dom folgende Gemälde:
Das Abendmahl vom neapolitanischen Meister Francesco Palumbo.
Die Jungfrau mit Kind und Sant'Agostino vom neapolitanischen Meister Pietro Bardellino.
Die Gloria von San Nicola von Bardellino und nachgemalt im Jahre 1858 von Raffaele Salines.
Die Predigt von San Giusto, das Martyrium von St. Oronzo, der Besuch der Jungfrau in Santa Elisabetta und die Ankündigung der Jungfrau.
Die Kirche der Madonna delle Grazie wurde durch aufwendige Renovierungsarbeiten zu ihrem alten Glanz zurückgeführt. Die Kirche ist im barocken Stil gebaut und wurde
in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts von Agostino Martinelli und Giulio Cesare Penna realisiert. Das Innere besteht aus einem Schiff. Im hinteren Teil der Kirche befindet sich der Hauptaltar, der 1645 vom Bildhauer Donato Pregevoli realisiert wurde.
Unter anderem befinden sich die folgenden Kunstwerke in der Kirche:
Die Jungfrau mit Kind und den Heiligen Antonio Abate, Basilio und Antonio von Padua, realisiert vom Maler Giuseppe Verrio.
Die zwölf Apostel aus dem XVII. Jahrhundert.
Die Beichte vom Künstler aus Maglie Giuseppe Conte.
Stadtmuseum für Paläontologie.
Öffnungszeiten: Oktober bis Mai Di-Mi-Fr 9:00-13:00, Do-Sa 9:00-13:00 und 16:00-18:00, So 10:00-12:00;
Juni bis September Di-Mi-Fr 9:00-13:00, Do-Sa 9:00-13:00 und 17:00-19:00;
Montag geschlossen.
Adresse: Palazzo Capece, Via Umberto I - Tel. 0836/423198
