Die salentinische Landschaft charakterisiert sich durch die typisch mediterrane Natur und unendliche Olivenhaine, unterbrochen durch die Städtchen, jedes mit seiner Altstadt, oft einer Burg (z.B. Acaya, Corigliano d'Otranto, Nardò) und barocken Kirchen. Auf dem Lande sind viele historische Bauernhöfe (Masseria) erhalten geblieben. In den letzten zehn Jahren hat man viele Gehöfte restauriert. Einige sind zu Wohnhäusern oder zu ländlichen Pensionen und Hotels umgebaut worden. Auf diese Weise wird der Reiz der antiken Strukturen bewahrt, in einem ständig wechselnden, aber immer suggestiven Landschaftsbild.
Über die vorgeschichtliche Zeit zeugen uns Dolmen und Menhire - Reste der frühen Bauernkultur, die sowohl direkt in den Ortschaften als auch mitten auf dem Lande zu finden sind.
Weitere typische Konstruktionen im Salento:
Specchia. Der Name kommt aus dem Lateinischen von 'speculum', in diesem Zusammenhang ein Aussichtsplatz. Es sind kleine künstliche Hügel, die aus verschieden großen Steinen aufgeschichtet wurden. Einige haben einen Umfang von i 10 bis 15 Metern und sind circa 4 Meter hoch. Die größten dieser Hügel befinden sich entlang der Küste, immer auf Anhöhen, die einen guten Rundblick erlaubten. Vermutlich hatten sie die doppelte Funktion, sowohl als Kultort oder Kriegergrabmal, als auch als Aussichtsstandort zu dienen. Die 'Specchia dei Mori' bei Martano dominiert von ihrer Anhöhe eine Ebene, die sich bis zur Adriaküste hinzieht. Weitere 'Specchie' liegen bei Taurisano, Zollino, Ruffano, Martano und Presicce.
Aus dem Griechischen kommt der Begriff 'Paretone', mit dem die Trockenmauern bezeichnet werden, die im 7. Jh. n. Chr. als Befestigung der Grenzen erbaut wurden, bis zu 6 Meter breit und anderthalb Meter hoch. Die Struktur besteht aus parallelen Reihen grob zurecht gehauener Steine, die so aneinandergereiht wurden, dass sie möglichst ohne große Zwischenräume auskamen. Sie stellten die Grenze zwischen dem Salento und dem Rest des Landes dar. Außer dieser Funktion spielten die Gemäuer auch eine wichtige Rolle als Schutz für den Boden und den Anbau vor der Erosion durch Wind und Regen.
Diese Trockenbauweise (muretti a secco) wird auch im Alltag als etwa halb- bis 1 Meter hohe Steinmauern zur Grundstückabgrenzung auch heute überall verwendet.
Weitere typische Konstruktionen in derselben Bauweise sind die sogenannten Paiare (furni oder pagghiari), die als Unterkünfte für den Tag bei der Landarbeit benutzt wurden. Sie wurden kegelförmig aus Kreisen ineinanderpassender Steine gebaut, die sich nach oben hin annähern und bis zu einem Abschlussstein hin verjüngen. Man baute die 'Paiare' immer am Rand eines Feldes, damit kein Ackerboden vergeudet wurde.

Im Salento trifft man des Öfteren auf antike Ölmühlen, die unter der Erde liegen. Diese Bauweise stammt von den Inseln der Ägäis. Darin erreicht man eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit, und die Produkte werden so besser konserviert. Ein Liter Öl hatte damals den Wert von einem Monat Arbeit. Ein Großteil davon wurde nach ganz Europa exportiert. Das Öl wurde hauptsächlich zur Verbrennung in Lampen und zur Seifenherstellung benutzt, nur ein kleiner Teil war zum Verzehr bestimmt.
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