Castro Marina präsentiert sich mit dem kleinen, charakteristischen Hafen und den kleinen Grotten, die von den einheimischen Fischern als Lager genutzt werden. Schroffe Felsen treffen hier auf kristallklares Wasser. Kleine Lauben und Feldwege durchqueren die wunderschöne, üppige und mediterrane Vegetation dieser hügeligen Gegend. Ein Kaleidoskop reicher Meeresfauna und Flora bietet sich allen begeisterten Tauchern.

Sehenswert sind vor allem die Festung aus dem 15. Jahrhundert und die Kathedrale SS. Annunziata aus dem 12. Jahrhundert, sowie die byzantinische Krypta und diverse Kulturdenkmäler. Die Altstadt widerspiegelt ein mittelalterliches Vorstadtviertel mit kleinen Steinhäusern und engen Gassen, umgeben von gewaltigen Stadtmauern. Der lateinische Name "Castrum" bezieht sich auf die Festung der Stadt, welche aragonische Ursprünge hat. Die naheliegende Kleinstadt Vignacastrisi, (vom Lateinischen "Vinee Castrensis") ist mit seiner Festung, umgeben von Wasser und Schützengräben, Zeuge vieler blutigen Schlachten.

In der hellenistischen Zeit, vom 4. Jahrhundert vor Christus, bis zur römischen Herrschaft war das Gebiet von einem weitläufigen Steinbruch dominiert, der zur Förderung der großen Kalksteinblöcke, welche für die Konstruktion der Festung und der Akropolis dienten. In der römischen Zeit wurde vermutlich der kleine Hafen realisiert. Nach dieser Zeit wurden an der adriatischen, sowie an der ionischen Küste kleine Kolonien errichtet und der erste Tourismus interessierte die Zone "Grotte del Conte". Hier wurde die erste, gut strukturierte Siedlung realisiert, in dessen Zentrum sich ein weitläufiger Platz (Piazza Colombo) befand. Die Rede ist von einem jüdischen Kaufmann, dem die Konzeption und der Bau vieler Gebäude zu verdanken sind. Einige Grundstücke wurden an reiche salentinische Familien verkauft, welche in Eigeninitiative gut strukturierte Ferienanlagen realisierten. Einige Paläste, die sich an der Piazza Colombo befinden, haben wertvolle Mosaike aus dem Jahr 1892.
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