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                     Ferien im Salento

Apulien ist die einzige Region Italiens, die so viel Meer besitzt. Entlang der Küste, welche zuweilen steil zum Meer hin abfällt (Gargano und Salento zwischen Otranto und Santa Maria di Leuca), die aber auch aus langen, flachen Sandstränden besteht und  jeden Sommer von Millionen von Urlaubern bevölkert wird, hat sich die Geschichte Apuliens entwickelt.

Hier legten die ersten Bewohner die Region an, sei es, dass sie es so bestimmt hatten, sei es, dass der Zufall oder die Notwendigkeit es so wollten. Mehrheitlich stammten sie aus dem gegenüberliegenden Illyrien. Hier landeten nach und nach die Griechen, die entweder aus dem Mutterland geflohen waren oder sich auf der Suche nach einer neuen Heimat befanden. Hier plünderten im Mittelmeer agierende Piratenbanden zu Beginn des 16. Jahrhunderts, darunter eine der gefährlichsten, die des Ariademo Barbarossa, Herr über Algerien und Tunesien. An dieser Küste folgten Jahrtausende lang freundschaftliche und feindliche Begegnungen. Heute noch ist Apulien, so wie es im Herzen des Mittelmeeres eingebettet ist, eine Grenzregion, welche wie in der Vergangenheit Tausende von Flüchtlingen aus dem Osten aufnimmt.
 
Wenn man von Norden her allmählich vom Tavoliere zuerst in das Bareser Umland und dann in den Salento kommt, lässt sich das orientalische Flair fast mit Händen greifen. Es findet sich in der Landschaft, in der Architektur, den Sitten und Gebräuchen, der Musik und der Gastronomie, die oft orientalisch ist, wieder.
 
Nehmen Sie eine Landkarte von Apulien, legen Sie sie vor sich hin, schließen Sie die Augen und deuten Sie mit dem Zeigefinger auf irgendeinen Punkt. Mit Sicherheit haben Sie eine Stadt der Kunst getroffen, oder auf etwas anderes, das mit Kunst, Geschichte oder Kultur zu tun hat. Nicht unbedingt auf eine große Stadt, sondern eher auf kleine Dörfer oder offenes Land. Apulien ist voll von Kultur aus Stein. Diese wurden aus Schichten ausgegraben, tiefer als die Steinbrüche von Trani oder Lecce. Stein ist die Materie, aus der die historischen Zentren hauptsächlich bestehen. Archaische Städte mit Basiliken, Kathedralen, Schlösser, Trulli und Olivenmühlen. Diese Wunder findet man überall.
 
Von Prähistorischer Zeit an bis heute hat Apulien verschiedenste Menschen und Zivilisationen angezogen. Jede hat ihre Spuren hinterlassen. Ob klein oder groß, mit der Zeit haben sie den Wert gesteigert.

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